Wir, die Schüler*innen der 1BHMBT, besuchten am Dienstag den 22.01.2019 mit unserer Klassenvorständin Stefanie Hehenberger die Ausstellung „Dialog im Dunkeln“.

1819 DialogimDunkeln 1BHMBT kl

Dort angekommen mussten wir zuerst einmal sämtliche Sachen an der Garderobe abgeben, die irgendwie stören oder Licht erzeugen könnten. Handys und Uhren sind beim Besuch der Ausstellung nicht erlaubt, denn - wie der Titel schon verrät - sie findet in vollkommener Dunkelheit statt.

Anschließend wurden wir von unseren blinden Guides begrüßt und darüber informiert, wie wir uns in der Ausstellung zu verhalten haben. Danach wurde jede*r Schüler*in mit einem Blindenstock ausgestattet, und schon ging es los in den Ausstellungsraum, wo wir mit totaler Finsternis konfrontiert wurden.

Nach ein paar scherzhaften Ausrufen wie „Bam, es is ja voll dunkel hier!“ oder „Oha, hilfe, ich seh nix, wo bin ich?!“, wurden wir dann relativ schnell etwas stiller. Denn uns wurde klar, dass wir nun eine gute Stunde in dieser Dunkelheit verbringen werden. Die Ausstellung ist mehr oder weniger wie ein Rundgang angelegt. Um zum Ausgang zu gelangen, muss man mal durch einen Wald, eine Stadt, über eine befahrene Straße, mit einem Boot das Wasser überqueren, und noch vieles mehr. Was für uns als sehende Personen im Alltag normalerweise kein Problem ist, wurde plötzlich eine ziemliche Herausforderung: Da wir absolut nichts sehen konnten, mussten wir uns voll und ganz auf unseren Blindenstock, die Anweisungen des Guides, und die Hilfe unserer Klassenkamerad*innen verlassen.

Nachdem das anfängliche Unwohlsein ein kleines Stück gewichen war, machte sich die Neugierde bei uns breit: „Was passiert um mich herum?“, „Wer ist die Person vor/hinter mir?“, „Ich bin falsch abgebogen – was mach ich jetzt?“ und: „Warum weiß der Guide eigentlich immer wo ich bin und was ich mache, wenn er doch auch nix sieht?“

Es war wirklich erstaunlich, wie schnell sich unsere anderen Sinne aktiviert, und wie sehr wir uns gegenseitig vertraut haben. Denn um aus der Dunkelheit wieder ins Helle zu gelangen, mussten wir uns gegenseitig helfen. Die Ausstellung war sicher eine Herausforderung für uns, aber wir verstehen jetzt ein bisschen besser, wie blinde Menschen ihren Alltag meistern, und wie wichtig es ist, dass wir uns gegenseitig helfen.(HEH)