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Literatur und HTL-Schüler*innen – geht das? Es geht, und es geht gut, wie unsere Autorinnenlesung am Freitag, 8. März bewiesen hat.

Die junge österreichische Autorin Didi Drobna (Schwester des Schülers David Drobny, 4AHETS) las aus ihrem neuen Roman „Als die Kirche den Fluss überquerte“. Didi Drobna erzählt darin, „wie das Leben weitergeht – trotz und manchmal wegen der Familie…“.

Es ist zunächst eine Familie wie aus dem Bilderbuch – Vater, Mutter, Tochter Laura und Sohn Daniel. Das Leben ist für den Protagonisten Daniel eine feste Größe – bis sich seine Eltern trennen …. die Familie muss sich neu sortieren, Daniel wütet gegen den Vater, verliebt sich in seine Schwester Laura, lernt von seinem lebensklugen Onkel Billy und wird bei der ziemlich schrägen Großcousine Miriam zum Künstler… bis sich bei seiner Mutter eine Parkinson-Demenz bemerkbar macht ….

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Tragisch, komisch und teils tief berührend erzählt die Autorin aus Sicht Daniels davon, wie das Leben trotzdem weitergeht.

Didi Drobna las zwei Stellen aus ihrem wunderbaren Roman – ca. 160 Schüler*innen und interessierte Kollegen*innen lauschten und bekamen im Anschluss daran die Möglichkeit, der Autorin Fragen zu stellen. Und sie fragten interessiert: „Wie sind Sie zum Schreiben gekommen? Wer ist schriftstellerisch Ihr Vorbild? Was machen Sie bei einer Schreibblockade? Wie schwierig war es für Sie, einen Verlag zu finden? Was macht der Verlag für Sie hinsichtlich Ihrer Vermarktung? Wie entstehen Ihre Figuren? Was würden Sie eher aufgeben, Ihren Brotberuf (Didi Drobna leitet hauptberuflich die Pressearbeit für ein IT-Forschungszentrum) oder die Schriftstellerei?“ Und sie bekamen Antworten, Antworten, die sie zum Teil schmunzeln ließen (Gin ist nicht das schlechteste Mittel bei einer Schreibblockade), die ihnen aber auch vor Staunen den Mund offenstehen ließen – Was, so wenig verdient ein Autor an und mit seinen Büchern??

Schön zu sehen, dass man unsere Schüler*innen ca. 90 Minuten lang mit Literatur „bei der Stange halten kann“. Für manche hat Literatur zum ersten Mal ein Gesicht bekommen …

Danke Didi Drobna!