MUT! an der HTL 16
Projekt MUT der Klasse 3HEIB, Abteilung Elektrotechnik der HTL Ottakring
Heute besuchten eine Psychologin und ein Psychologe unsere Klasse: Barbara Oswald, die sich mit Mädchen an HTLs bzw Mädchen in der Technik befasst und Romeo Bisutti, der sich um Burschen und Männer kümmert. Am Anfang machten wir einen Sesselkreis und unsere Besucher stellten sich vor. Danach baten sie uns in der Klasse herumzugehen und unsere Gangart verschiedenen Berufsarten und Gefühlen anzupassen (zB.: Polizist, Nonne, Model, gelangweilt, ängstlich…). Also nächstes mussten wir uns gegenüberstellen und nur durch Körperhaltung ausdrücken, ob wir etwas „ablehnen“ oder „annehmen“, unser Gegenüber musste aufgrund der Beobachtung herausfinden, welches der beiden Ausdrücke wir gewählt hatten. Nun wurde es etwas schwieriger, wir mussten nur mit den Augen „Langeweile“, „Trauer“ oder „Fröhlichkeit“ ausdrücken. Diese Aufgabe erwies sich als ziemlich schwer. Trotzdem hatten es viele erraten. Anschließend setzten wir uns wieder in den Sesselkreis und besprachen das eben Erlebte. Als nächstes teilten wir die Klasse in vier Gruppen, eine Mädchengruppe und drei Burschengruppen. Wir mussten auf jeweils fünf grüne Zettel aufschreiben, was wir in der Klasse gerne verbessern würden und auf jeweils fünf orange was wir an der Klasse gut finden. Als wir unsere Erkenntnisse austauschten, gab es viele Übereinstimmungen, aber auch Widersprüche. Anschließend hatte jeder die Möglichkeit zwei Punkte zu vergeben, einen für die orange, und eine für die grüne Seite. Orange ist die gute Basis der Klasse, auf die wir uns alle stützen können. Die meisten Punkte bekamen die Aspekte, dass wir eine hilfsbereite Klasse sind und dass wir, wenn’s hart auf hart kommt, doch zusammenhalten. Auf der grünen Seite hatten wir fast einstimmig den Entschluss gefasst, dass die Verarschungen und blöden Bemerkungen zwischen den MitschülerInnen minimiert werden sollten.
Als nächstes wurde die Klasse in drei Gruppen aufgeteilt: zwei Gruppen, die jeweils eine Szene in der Schule spielen sollten, einmal wenn sie eskaliert und einmal, wenn sie gut ausgeht. Die dritte Gruppe waren die Beobachter. Als wir die Szenen durchgespielt hatten, „froren“ wir sie an ganz bestimmten Stellen ein und analysierten, wie sich die jeweiligen Personen in diesem Augenblick fühlten. Wir fanden heraus, dass Lehrer in bestimmten Situationen auch überfordert sind und dass sie es auch nicht immer leicht haben. Wir überlegten was wir tun könnten, damit wir verhindern können, dass solche Situationen nicht eskalieren.
Ich denke, unserer Klasse hat dieser Vormittag sehr gefallen und Spaß gemacht. Wir würden uns freuen wieder einmal bei so einem Projekt mitmachen zu dürfen.
Ich denke auch, dass solche Gespräche innerhalb der Klasse notwendig sind um Missverständnisse zu vermeiden und das Klassenklima zu verbessern. Der Besuch der PsychologInnen war auch sehr lehrreich und hilfreich.
Hajner Cynthia, 3HEIB, 27. 10. 2005