work::sounds - wie klingt die Arbeitswelt

Wer meint, dass die technische Arbeitswelt nur aus langweiligen, sich wiederholenden Vorgängen mechanischer und elektrischer Art besteht, hat diesen vielseitigen Beruf wohl bisher aus einer ziemlich statischen Perspektive betrachtet. Gemeinsam mit der Arbeiterkammer und dem Verein EDUCULT wurde unsere Klasse, die 4AHETE, in ein neuartiges und anfangs etwas befremdendes Projekt eingeführt: work::sounds – wie klingt die Arbeitswelt?

Dieses Projekt bestand aus drei Workshops, die, an drei Terminen, über das erste Semester verteilt, an unterschiedlichen Schauplätzen stattfanden.
 

Beim ersten Workshop wurde uns ein Überblick über das Projekt gegeben, das uns Schülern einen künstlerischen Einblick in das Berufsleben geben wollte. Durch Klänge, Geräusche, und Stimmaufnahmen aus einer technischen Arbeitssphäre sollten wir eine andere Perspektive, ein kreatives Gespür für diese Beschäftigung erlangen.

Beim zweiten Workshop, dem zentralen Moment des Projekts, besuchten wir die Firma ELVG Bentlage. Dort bildeten wir Gruppen, die den Geräuschvorrat eines spezifischen Bereichs des Unternehmens ausschöpften. Während die einen die Sounds der elektrischen Geräte und Werkzeuge aufnahmen und die zweite Gruppe Fotos davon machte, beschäftigte sich die dritte Gruppe mit der Zurechtlegung und Aufzeichnung von Interviews mit den Mitarbeitern.

Diese Dateien wurden schließlich beim dritten Workshop bearbeitet und in eine Soundcollage eingebunden. Die Töne, Klänge und Geräusche wurden mithilfe zweier Künstler zu einem musikalisch experimentellen Gesamtwerk vereint, sogar mit einer Partitur. Das Endergebnis war ein interessanter Einblick in eine andere Klangwelt, die sich wie ein Ambiente, Post-Rock-Stück einer Elektronikgruppe anhörte. Das Projekt war somit nicht nur ein Exkurs vom gewöhnlichen Unterricht, sondern auch ein absolut anderer, intensiver Einblick in ein doch schwer überblickbares Gefilde.

(Ruiji Zhao, Schüler der 4AHETE) Musikvideo auf Youtube
 

„work::sounds“ war für mich eine einzigartige Möglichkeit, Einblick in einen kleinen, aber äußerst herrschen ausgesprochen familiäre Verhältnisse – die Mitarbeiter und deren Wohlbefinden stehen im Mittelpunkt.

Im 2. Workshop durften wir uns einen Tag lang frei in diesem Betrieb bewegen – ausgestattet mit Kameras, Aufnahmegeräten und viel Neugierde.

Im 3. Workshop ging es erst so richtig los. Die aufgenommenen Bilder, Stimmen, Geräusche und Klänge wurden in einem Tonstudio von uns bearbeitet. Experimentierfreudigkeit und Spaß am Ausprobieren für uns völlig neuer Geräte – wer von uns war schon je in einem Tonstudio? – standen dabei im Vordergrund.

Stolz sind wir auf unser Ergebnis, ein „flashiger“ Videoclip, der ins Internet gestellt wurde.

(Christoph Koller, Schüler der 4AHETE)

Das von der Arbeiterkammer in Auftrag gegebene Projekt – work::sounds – bot uns angehenden HTL – Absolventen interessante Einblicke in unsere zukünftige Arbeitswelt. Neu für die meisten von uns war allerdings der künstlerische Aspekt. Mit viel Engagement und Detailliebe produzierten alle Schüler in Teamarbeit ehrgeizig einen Clip der sich sehen lassen kann.

(Christopher Steindorfer, Schüler der 4AHETE)

"work::sounds – für begeisterungsfähige Schüler einer HTL eine tolle Gelegenheit aus der Schule hinaus-zugehen, hinein in die Arbeitswelt, in einen Betrieb – dort zu schauen, zu beobachten, zu hören und auch zu staunen. Ein sinnliches Erlebnis, das die eigene Kreativität über einen technischen Zugang anregt und fördert. Für mich ein äußerst spannendes und gelungenes Projekt, das beweist, dass "Unterricht" außerhalb der Schule "Erfahrung und Lernen für das Leben" sein kann."

(Mag. Heidi Schitz, Professorin der HTL Wien 10)

Die Links zur Projektseite und zum Musikvideo.

Educult - Projektseite

Musikvideo auf Youtube

Der Link zum Unternehmen, ELVG Bentlage:

http://www.elvg.at/
Copyright 2011 HTL Wien 10 - work::sounds - wie klingt die Arbeitswelt. Htl Wien 10 Ettenreichgasse
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