Ausbildungsprofil Elektronik

Höhere Lehranstalt

Das allgemeine Umfeld des/der Elektronikers/Elektronikerin

Globalisierung, Ausbau der Kommunikation in vielen Bereichen, Veränderungen in vielen technischen und gesellschaftlichen Bereichen, kurze Produktlebenszyklen und automatisierte Produktionsprozesse kennzeichnen die Entwicklung der Technik.

Industrie, Handel und Gewerbe reagieren mit einer flexiblen Anpassung der elektronischen Geräte und Anlagen an die aktuellen Kundenbedürfnisse. Die Entwicklung neuer Produktgenerationen wird in immer kürzeren Entwicklungszeiten zur Serienreife vorangetrieben.

Die Höhere Lehranstalt für Elektronik trägt dieser Entwicklung Rechnung und vermittelt breit angelegte allgemeine und fachliche Qualifikationen. Die AbsolventInnen sind in der Lage, sich schnell in kleinen, mittleren und großen Unternehmen einzuarbeiten. Sie sind nach einigen Jahren Praxis befähigt, elektronische Anlagen und Systeme zu planen und zu optimieren sowie Projekte und MitarbeiterInnen effizient zu führen.

ElektronikerInnen sind in der beruflichen Praxis in verschiedensten Funktionen tätig. Das Spektrum umfasst einerseits technische Einsatzbereiche in Entwicklung und Konstruktion elektronischer Geräte und Anlagen sowie in der Kundenbetreuung und im Servicebereich. Andererseits werden auch Tätigkeiten im betriebstechnischen und organisatorischen Bereich (z.B. in der Produktionsplanung, im Controlling oder im Qualitätsmanagement) ausgeübt.

Aufbauend auf einem soliden elektrotechnischen und elektronischen Grundwissen sind wegen der engen Verflechtung der Hardwarekomponenten mit IT-Anwendungen in Geräten und Prozessen auch einschlägige IT-Kenntnisse erforderlich.

Um auf die fachlichen Anforderungen der vielfältigen Einsatzbereiche in der geforderten Tiefe vorbereiten zu können, sind Spezialisierungen auf Teilbereiche notwendig. Dem entsprechend sieht die Höhere Lehranstalt für Elektronik die alternativen Ausbildungsschwerpunkte „Technische Informatik“ und „Telekommunikation“ vor. Während die AbsolventInnen des Ausbildungsschwerpunktes „Technische Informatik“ eine fundierte Ausbildung für maschinennahes Software-Engineering erhalten, haben die AbsolventInnen der „Telekommunikation“ Spezialkenntnisse im Bereich Kommunikations- und Hochfrequenztechnik.

Persönliche Fähigkeiten des/der Elektronikers/Elektroniker

Von AbsolventInnen einer Höheren Lehranstalt für Elektronik wird allgemein erwartet, dass sie in Entwicklung, Konstruktion, Kundenbetreuung und Service tätig sein können und imstande sind, Führungsaufgaben zu übernehmen. Daher kommt neben der rein fachlichen Qualifikation der Entwicklung von persönlichen Fähigkeiten eine besondere Bedeutung zu. Dazu zählen kommunikative und soziale Kompetenz, Problemlösungsfähigkeit, Teamfähigkeit, Kreativität, unternehmerisches Denken und Handeln, Entscheidungsfreudigkeit, Kundenorientierung sowie Verhandlungsgeschick. Wegen der zunehmenden Globalisierung ist die berufliche Mobilität sowie die Beherrschung der englischen Sprache unerlässlich.

Das fachliche Umfeld des Technischen Informatikers/der Technischen Informatikerin

AbsolventInnen des Ausbildungsschwerpunktes „Technische Informatik“ sind u.a. mit der Planung, Entwicklung und Konstruktion von elektronischen Geräten und Komponenten beauftragt, sie entwickeln maschinennahe Software für den Einsatz in Steuerungs- und Regelungssystemen, betreuen die hard- und softwaremäßige Planung und Realisierung von Rechner- und Datennetzen und sind allgemein in verantwortlicher Funktion im Management von Projekten tätig.

Mit der Tätigkeit des Technischen Informatikers/der Technischen Informatikerin verbundene Wissensbereiche sind: Planung, Entwicklung und Konstruktion elektronischer Geräte, Entwurf angepasster Softwarelösungen, deren Test und Implementierung, Fertigung und Automation, Steuerungs- und Regelungstechnik, Sensorik und Aktorik, Antriebstechnik und Leistungselektronik, Software-Engineering, Netzwerktechnik, Internettechnologie, Betriebssysteme, Computerhardware, Projektmanagement.

Das fachliche Umfeld des Telekommunikationstechnikers/der Telekommunikationstechnikerin

AbsolventInnen des Ausbildungsschwerpunktes „Telekommunikation“ sind u.a. mit der Planung, Entwicklung und Konstruktion von elektronischen Geräten und Anlagen beauftragt, sie entwickeln Hard- und Software für Audio-, Video- und Datenkommunikation, betreuen Planung und Betrieb von Mobil-funknetzen und Satellitenkommunikation und sind allgemein in verantwortlicher Funktion im Management von Projekten tätig.

Mit der Tätigkeit des Telekommunikationstechnikers verbundene Wissensbereiche sind: Planung, Entwicklung und Konstruktion elektronischer Geräte, Entwurf angepasster Softwarelösungen, Fertigung und Automation, Audio-, Video- und Datenkommunikation, Mobilfunknetze, Satellitenkommu-nikation, digitales Fernsehen, optische Übertragungstechnik, Hochfrequenzeinrichtungen, Sensorik und Aktorik, Netzwerktechnik, Internettechnologie, Computerhardware, Projektmanagement.