{"id":10140,"date":"2022-06-13T08:58:00","date_gmt":"2022-06-13T06:58:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.htlwien10.at\/edu\/?p=10140"},"modified":"2024-10-11T15:03:59","modified_gmt":"2024-10-11T13:03:59","slug":"interviews-mit-absolvent_innen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.htlwien10.at\/edu\/index.php\/2022\/06\/13\/interviews-mit-absolvent_innen\/","title":{"rendered":"Interviews mit Absolvent:innen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-3\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\"><div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"209\" height=\"286\" src=\"https:\/\/www.htlwien10.at\/edu\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/m_leitner.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10142\"\/><\/figure><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\"><div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"209\" height=\"286\" src=\"https:\/\/www.htlwien10.at\/edu\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/j_vopava-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10148\"\/><\/figure><\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-6\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\">Mario Leitner<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\">Julia Vopava-Wrienz<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><em><strong>Sie haben die HTL Wien 10 besucht; in diesem Zusammenhang interessiert mich, was Bildung f\u00fcr sie bedeutet?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-9\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<p>Leitner: Ich glaube, dass Bildung eines der Grundfundamente f\u00fcr jeden weiteren Lebensweg ist. Darunter kann man sich vorstellen, dass das nicht nur die Allgemeinbildung ist, um in der Gesellschaft bestehen zu k\u00f6nnen, sondern ich glaube auch f\u00fcr die Berufswelt ist es das um und auf, dass Bildung so genutzt und gelebt wird, wie es f\u00fcr jeden individuell passt. Es ist eines der h\u00f6chsten G\u00fcter unseres Staats \u2013 das muss man schon betonen.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<p>Vopava: Ich war in der Abteilung f\u00fcr Elektrotechnik und habe trotzdem im Werkst\u00e4ttenbereich eine Dreherei gesehen und auch ein Drehst\u00fcck angefertigt. Ich war auch beim Schwei\u00dfen dabei und habe sehr viel Handwerkliches gelernt. F\u00fcr mich ist nicht nur geistige Bildung wichtig, sondern auch die handwerkliche. Auch wenn ich studiert habe, war es f\u00fcr mich wichtig, dass ich in handwerklichen Arbeiten gut bin.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><em><strong>F\u00fcr welche Fachrichtung haben Sie sich entschieden und was waren Ihre Beweggr\u00fcnde?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-12\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<p>L: Meine damals in der HTL gew\u00e4hlte Fachrichtung war Elektrotechnik und dann in weiterer Folge auf der TU Elektro- und Energietechnik bzw. auch Energiewirtschaft. Das ist alles so miteinander verkn\u00fcpft und ziemlich eng beieinander. Als 14-J\u00e4hriger ist es nat\u00fcrlich schwierig, dass man sich f\u00fcr einen Weg entscheidet. Ich glaube, man bekommt in den Grundschulen einige Basics mit. Bei mir war das halt im Physikunterricht die Elektrotechnik und M\u00f6glichkeiten die man mit der Elektrotechnik in der Fantasie, in den Vorstellungskr\u00e4ften eines Jugendlichen hat und dementsprechend habe ich mich dann f\u00fcr die Elektrotechnik entschieden; war im Nachhinein zum Gl\u00fcck auch die richtige Entscheidung.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<p>V: Das ist eine sehr gute Frage. Ich habe damals sehr viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus getroffen und es war dann eine \u00dcberlegung, ob ich im Gymnasium bleibe, die AHS Matura mache und Arch\u00e4ologie studiere. Dann habe ich beschlossen, dass ich doch etwas mit Technik zu tun haben will. Zu Beginn wollte ich etwas mit Computern machen, bin aber doch in die Abteilung f\u00fcr Elektrotechnik gegangen, um mir das mit dem Stromnetz und der Energietechnik genauer anzuschauen. R\u00fcckenblickend war es f\u00fcr mich die richtige Entscheidung.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><em><strong>Wie waren Ihre Erfahrungen an der HTL Wien 10?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-15\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<p>L: Ich war von 1998 bis 2003 Sch\u00fcler an der HTL Wien 10 und muss sagen, dass meine Erfahrungen durchaus positiv waren und als Professor nach wie vor sind. Ich glaube, dass die Grundlagen der Ausbildung &#8211; f\u00fcr egal welche spezifische Fachrichtung &#8211; mit gutem Praxisbezug aufgrund dessen, dass r\u00e4umlich auch alles nahe beieinander liegt \u2013 die Werkst\u00e4tten, die Labors, die Werkst\u00e4tten-Labors und die Theorieunterrichtsr\u00e4ume \u2013 mitgegeben werden. Die Sch\u00fcler haben wirklich alle M\u00f6glichkeiten, das Potenzial des Lehrplans auszusch\u00f6pfen und gleichzeitig hat der Lehrk\u00f6rper alle M\u00f6glichkeiten diesen Bezug zwischen Theorie und Praxis zu schaffen. Dies gelingt ganz gut und daher ist nach meiner Einsch\u00e4tzung die Schule und der Ausbildungsweg sicher der Richtige.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<p>V: Es war oft sehr schwierig und ich hatte nicht nur sch\u00f6ne Erlebnisse beim Lernen. Aber in Summe denke ich sehr positiv zur\u00fcck und ich sehe im Nachhinein, dass uns sehr viel geboten wurde und wir eine gute Lehrersituation hatten. Ich wei\u00df nicht, wie es heute ist, aber wir hatten ab der zweiten Klasse sehr wenige Sch\u00fcler und haben dadurch ein sehr gutes Lehrer-Sch\u00fcler Verh\u00e4ltnis gehabt. Dadurch konnte man den Lehrern viele Fragen stellen. Im Gro\u00dfen und Ganzen denke ich sehr positiv zur\u00fcck.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><em><strong>Haben Sie w\u00e4hrend Ihrer Schullaufbahn jemals ans Aufgeben gedacht?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-18\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<p>L: Also ich glaube \u2013 und dies sage ich eigentlich jedem \u2013 jeder denkt dazwischen einmal ans Aufgeben, vor allem wenn man R\u00fcckschl\u00e4ge einstecken muss. Das ist \u00e4hnlich wie im Privatleben oder Sport, das gibt es in der Ausbildung aber genau so im Berufsleben. Da denkt jeder und spielt jeder schon mal mit dem Gedanken aufzugeben. Das Wichtigste ist \u2013 und dass soll keine Floskel sein, sondern das ist wirklich aus dem Leben gegriffen \u2013 man muss halt immer wieder aufstehen und schauen, dass man sich sammelt, ordnet, seinen Hut aufsetzt und weiter macht. Und, wie gesagt, dass gilt nicht nur f\u00fcr die Ausbildung, sondern auch f\u00fcr den Berufsweg, Lebensweg und auch f\u00fcrs Privatleben.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<p>V: W\u00e4hrend der Schullaufbahn habe ich definitiv nicht ans Aufgeben gedacht.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><em><strong>Was waren Ihre Pl\u00e4ne, nachdem Sie die Schule abgeschlossen haben?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-21\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<p>L: Nach der Schule bzw. nach dem Abschluss f\u00e4llt einem erstmal ein gro\u00dfer Stein vom Herzen, man hat das Ziel, das man sich vor f\u00fcnf Jahren gesteckt hat, endlich geschafft. Danach gilt aber auch hier wieder, man muss sich neu ordnen und f\u00fcr sich selbst \u00fcberlegen: Was m\u00f6chte man? Wo soll die weitere Reise hingehen? Und f\u00fcr mich war dann halt die Entscheidung, dass ich das Studium der Elektrotechnik weiterf\u00fchren m\u00f6chte und mir das ansehen m\u00f6chte, mit der immer noch bestehenden Gefahr, dass die Richtung nicht passt. Dann braucht man halt einen \u201ePlan B\u201c, wo man sagt: ok, man richtet sich anders aus und seinen Berufsweg lenkt man in eine andere Richtung oder sucht dann einen ad\u00e4quaten, eher praxisnahen Bezug zu der Thematik. F\u00fcr mich waren das eben die Beweggr\u00fcnde. Ich wollte das Wissen theoretisch auch vertiefen und dementsprechend habe ich mich entschieden, das elektrotechnische Fach auszuweiten und an der Universit\u00e4t zu studieren.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<p>V: Ich habe mich dazu entschieden zu studieren. Ich habe beschlossen als Wienerin nicht in Wien zu studieren, sondern ich bin in die Steiermark nach Leoben gegangen, um an der Montanuniversit\u00e4t zu studieren und habe mich da ein bisschen durchgek\u00e4mpft. Nachtr\u00e4glich betrachtet war es die richtige Entscheidung.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><em><strong>W\u00fcrden Sie uns verraten, welche erfolgreichen Erfahrungen Sie im Berufsleben bereits gemacht haben?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-24\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<p>L: Ja, relativ Viele. Es ist ein harter Weg, das ist ganz klar. Aber harte Arbeit zahlt sich auch aus und ich glaube, dann kann man schon einen richtigen Weg f\u00fcr sich pers\u00f6nlich einschlagen. Etwas Gl\u00fcck geh\u00f6rt auch dazu. Bei mir war das dann so, dass ich nach dem Studium bei der Berufsfeuerwehr war, dann irgendwie darauf gekommen bin, dass es vielleicht nicht so passend ist und ich zu viel Zeit in Elektrotechnik investiert habe, um dann doch weit weg vom Fachgebiet zu sein. Ich bin dann eben zur Netzplanung der damaligen Wiener Energie Stromnetz bzw. heutigen Wiener-Netzte gewechselt und war dort sieben Jahre lang Referent, habe dann die M\u00f6glichkeit bekommen, die Abteilung der Netzplanung zu \u00fcbernehmen, habe die Chance wahrgenommen, habe die Leute dieser Abteilung gef\u00fchrt und bin dann in weiterer Folge nach drei weiteren Jahren Bereichs-Leiter und Prokurist f\u00fcr die Netztechnik geworden, habe jetzt ca. 1000 Mitarbeiter in allen Bereichen von der Nieder- bis zur H\u00f6chstspannungsebene, vom Umspannwerksbau bis hin zum Trafostationsbau, zur Entst\u00f6rung und zur Betriebsf\u00fchrung des gesamten Netztes und bin jetzt seit zwei Jahren gewerberechtlicher Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bei den Wiener Netzen.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<p>V: Nachdem ich mein Masterstudium absolviert hatte, habe ich mich dazu entschieden meine Dissertation an der Montanuniversit\u00e4t zu absolvieren. Da ist es so, dass wir an der Universit\u00e4t angestellt sind und durch die Abwicklung von Projekten eine Dissertation verfassen k\u00f6nnen. Da auch einiges f\u00fcr die Dissertation in der Freizeit zu machen ist, kann es nicht als rein beruflicher Erfolg gewertet werden. Ich sehe es trotzdem so, da diese Dissertation basierend auf mehreren kleineren Projekten zum Thema E-Mobilit\u00e4t und deren Einfluss auf das elektrische Netz entstanden ist. In diesen Projekten ging es neben der Forschung auch darum Meetings zu organisieren, mit Partnern richtig zu kommunizieren und alles erfolgreich abzuschlie\u00dfen. Jetzt ist es so, dass ich noch an der Universit\u00e4t geblieben bin. Ich bekomme immer mehr Vertrauen und Verantwortung von meinem Chef \u00fcbertragen und das empfinde ich ebenfalls als Erfolg.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><em><strong>Was war bisher Ihr gr\u00f6\u00dfter beruflicher Erfolg?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-27\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<p>L: Ja, ich glaube, das war eigentlich schon der gr\u00f6\u00dfte berufliche Erfolg. Man wird relativ schnell ins kalte Wasser gesto\u00dfen und 1000 Mitarbeiter zu f\u00fchren ist nat\u00fcrlich eine Herausforderung aber gleichzeitig auch ein gro\u00dfer Erfolg, wenn es gelingt. Und man sieht Jahr f\u00fcr Jahr, dass Projekte entstehen und St\u00f6rungen geringgehalten werden, dass man Mitarbeiter ausbilden und weiterentwickeln kann, das sind schon alles berufliche Erfolge, die dann doch auch stolz machen.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Haben Sie bereits berufliche Erfahrungen gemacht, die nicht erfolgreich waren?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>L: Ja, sogenannte Misserfolge w\u00e4ren das dann. Die gibt\u2019s glaub ich immer. Aber es ist gut, wenn man diese verarbeitet und abhakt, deswegen kann ich jetzt gar keinen konkreten Misserfolg oder Fall nennen, aber die gibt\u2019s nat\u00fcrlich auch und die geh\u00f6ren zum Berufsleben dazu. Man muss lernen mit ihnen umzugehen.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<p>V: Wir arbeiten an F\u00f6rderprojekten, das hei\u00dft wir bewerben uns um F\u00f6rdergelder. Es war ein riesiger Erfolg f\u00fcr mich, dass ich einen gro\u00dfen Antrag mit Projektpartnern geschrieben habe. Ich hatte die alleinige Hauptverantwortung bekommen, durfte wirklich alles alleine machen und wir sind in der ersten Runde schon weitergekommen. Es ging um 14 Partner, also in Summe sind wir 15 unterschiedliche Parteien, die am Projekt mitarbeiten und ein Projekt mit rund 4,5&nbsp;Millionen Euro auf die Beine gestellt haben. Wir wissen noch nicht, ob wir die F\u00f6rderung bekommen, aber trotzdem ist die erste H\u00fcrde geschafft. Das ist derzeit mein sch\u00f6nster Erfolg.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><em><strong>Was war das letzte, herausfordernde Ziel, welches Sie sich gesetzt haben? Wie war Ihre Herangehensweise, um dieses zu erreichen?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-30\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<p>L: Wir mussten Mitarbeiter in der Firma reduzieren und so etwas ist selbstverst\u00e4ndlich nichts Angenehmes, es belastet einen und verlangt viel Nachdenken. Irgendwann hat man dann aber einen klar strukturierten und amikalen Weg vorbereitet, ohne dass Mitarbeiter mit gro\u00dfen K\u00fcndigungen belastet werden. Man versucht stattdessen Synergien zu heben, die Effizienz zu steigern und dann hat man das auch mit nat\u00fcrlichen Abg\u00e4ngen \u2013 sprich Pensionierung \u2013 geschafft, das ganze so zu kompensieren, dass wir heute beispielsweise vielleicht nur mehr 900 Leute sind, aber die gleiche Leistung erbringen.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<p>L: Das letzte herausfordernde Ziel war eigentlich meine Dissertation abzuschlie\u00dfen, um meinen Doktortitel zu bekommen. Jetzt seit einem Jahr versuche ich den ganzen Stress und Druck, den ich hatte, abzubauen. Ich denke ich sollte mir nun ein Neues Ziel setzen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><em><strong>Welchen Rat w\u00fcrden Sie gerne Ihrem j\u00fcngeren Ich geben?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-33\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<p>L: Mein pers\u00f6nlicher Rat w\u00e4re, dass man sich klare Ziele setzt. Und zwar nicht viel zu gro\u00dfe Ziele, sondern Etappen, die man immer konsequent mit einer Strategie verfolgt. Das Erreichen eines Ziels ist schon ein Erfolg, das Ganze dann aber verarbeiten, abzuhaken, sich nicht ausruhen und immer weiter tun ist das Um und Auf der heutigen Gesellschaft. Das Weiterbilden, das ehrgeizige Dranbleiben \u2013 das begleitet einem glaube ich ein Leben lang und ist die Grundthematik, die jeder mitnehmen sollte.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<p>V: Schneller studieren. Ich habe von der HTL bis zum Ende meines Masterstudiums neun Jahre gebraucht. Nebenbei habe ich ein bisschen gearbeitet, war auch in der Studienvertretung und habe einen Verein aufgebaut f\u00fcr eine neue Studienrichtung.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><em><strong>Wie gehen Sie mit Misserfolgen und Fehlschl\u00e4gen um?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-36\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<p>L: Wie schon gesagt, die gibt\u2019s immer wieder, sind definitiv nicht angenehm, die geh\u00f6ren leider zum Leben in irgendeiner Form dazu. Und ich glaub das Wichtigste ist, dass man sich sammelt, das aufarbeitet und dann verarbeitet, abhakt und nach dem n\u00e4chsten Erfolg sucht.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<p>V: Ich fresse alles in mich hinein, bis ich explodiere, aber ich glaube das ist nicht die sch\u00f6ne Antwort, die man geben sollte. Ich versuche, nachdem ich mich etwas beruhigt habe, etwas daraus zu lernen; dass ich es beim n\u00e4chsten Mal besser mache. Ich habe gelernt, dass man Fehler macht und Misserfolge passieren und dass man am besten ein paar Vertraute hat, mit denen man offen dar\u00fcber sprechen kann und die einem helfen aus diesen Misserfolgen zu lernen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><em><strong>Wenn Sie heute nochmal Maturant:in w\u00e4ren, und Sie nochmal Ihr ganzes Berufsleben vor sich h\u00e4tten, welche Entscheidungen w\u00fcrden Sie anders treffen?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-39\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<p>L: Ich m\u00f6chte kein Maturant mehr sein, weil die Zeit auch sehr stressig ist. Sie ist nicht nur lustig, sondern auch nervenaufreibend. Es ist nichts Angenehmes, auch wenn einem im Nachhinein dann ein gro\u00dfer Stein vom Herzen f\u00e4llt. Den Weg w\u00fcrde ich aber genauso wie damals gehen. Ich w\u00fcrde die Ziele des Maturaabschlusses konsequent verfolgen und mich von keinen m\u00f6glichen R\u00fcckschl\u00e4gen unterkriegen lassen.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<p>V: Im Gro\u00dfen und Ganzen bin ich sehr zufrieden, auch wenn mein Studium nicht ganz so einfach war. Im Nachhinein betrachtet glaube ich, w\u00fcrde ich genau denselben Weg einschlagen wie den, den ich gew\u00e4hlt habe.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Die Interviews wurden im Rahmen eines Projekts von Studierenden der 6AAELI durchgef\u00fchrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sch\u00fcler_innen der 6AAELI haben Absolvent:innen interviewt.<\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":10153,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[9],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.htlwien10.at\/edu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10140"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.htlwien10.at\/edu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.htlwien10.at\/edu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.htlwien10.at\/edu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.htlwien10.at\/edu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10140"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.htlwien10.at\/edu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10140\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18857,"href":"https:\/\/www.htlwien10.at\/edu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10140\/revisions\/18857"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.htlwien10.at\/edu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10153"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.htlwien10.at\/edu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10140"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.htlwien10.at\/edu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10140"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.htlwien10.at\/edu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10140"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}